Tagesordnung:
 1.    Eröffnung und Begrüßung
 2.    Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 2016 und Vorlage des
        Jahresabschlusses 2016
 3.    Bericht des Aufsichtsrates über
        a) seine Prüfungstätigkeit
        b) das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung gemäß § 53 Genossenschaftsgesetz
            und Beschlussfassung über den Prüfungsbericht
 4.  Feststellung des Jahresabschlusses 2016
      und Beschlussfassung über die Gewinnverwendung
 5.  Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat        
 6.  Wahlen zum Aufsichtsrat
 7.  Informationen zur geplanten Fusion
 8.  Verschiedenes/Ehrungen

Anschließend laden wir zu einem gemeinsamen Essen ein.


Volksbank Diepholz-Barnstorf eG

 
Düver /Gödke                                                   

Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2016 liegen zur Einsichtnahme ab heute bis zur
Generalversammlung in den Geschäftsräumen unserer Hauptstellen in Barnstorf und Diepholz aus.

Nachlese zur Generalversammlung

"Sehr spannungsreiches Jahr mit großen Gegensätzen"

Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf Wachstumskurs, doch auf den Finanzmärkten gibt es weiter Unsicherheiten. Das bekommen auch kleinere Kreditinstitute wie die Volksbank Diepholz-Barnstorf eG zu spüren, wie ein Blick in den Geschäftsbericht 2016 zeigt. Da ist die Rede von einem "sehr spannungsreichen Jahr mit großen Gegensätzen".

Einige Auszüge des umfangreichen Zahlenwerks wurden am Montagabend bei der Generalversammlung in Barnstorf vorgestellt, nachdem die Versammlung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Karl-Heinz Klare, eröffnet wurde. Fast 300 Mitglieder und Gäste füllten den Saal des Gasthauses "Schröders". Am Vorstandstisch: Heinrich Gödke und Jürgen Düver. Sie zeichneten ein gemischtes Bild des Geschäftsjahres 2016.
Einerseits konnte die Volksbank ordentliche Entwicklungszahlen des Kundenvolumens, insbesondere im Kreditgeschäft und bei den Einlagen, vorweisen. Andererseits hatte die seit mittlerweile neun Jahren andauernde Niedrigzinsphase auch weiterhin Spuren auf der Ertragsseite des genossenschaftlich organisierten Kreditinstituts hinterlassen. "Zusammenfassend haben wir in 2016 ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erzielt", bilanzierte der Vorstand.
Der Wachstumskurs der deutschen Wirtschaft hatte offenbar auch die Nachfrage im Kreditgeschäft belebt. Die Kundenforderungen der Volksbank Diepholz-Barnstorf eG stiegen um 7,6 Prozent auf 172,5 Millionen Euro. Diese Entwicklung resultierte aus einem starken Anstieg der Darlehensforderungen für langfristige Investitionen in den Bereichen Landwirtschaft, Gewerbe und Baufinanzierung. In diesem Zusammenhang machte Gödke noch einmal deutlich, dass die Finanzierungswünsche der Kunden stets befriedigt würden: "Eine Kreditklemme gibt es bei uns nicht!"
"Die positive Entwicklung der Kundeneinlagen spiegelt erneut das große Vertrauen unserer Kunden in unsere Leistungen und Produkte wieder", hielt der Vorstand in seinem Geschäftsbericht fest. Die Gesamteinlagen erhöhten sich um 10,6 auf 205,7 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 5,4 Prozent.
Eine beruhigende Nachricht gab es auf die eingangs geäußerten Bedenken von Friedrich Iven. Barnstorfs stellvertretender Samtgemeindebürgermeister hatte in seinem Grußwort festgestellt, dass das Geld auf dem Konto heutzutage weniger werde, obwohl man nichts ausgebe. Eine Anspielung auf die in einigen Häusern schon praktizierten Strafzinsen, denen Gödke aber eine klare Absage erteilte: "Wir planen keine Negativ-Verzinsung auf Einlagen unserer Kunden!"
Der Vorstand zeigte sich mit dem Anstieg der Eigenkapitalquote auf 24,5 Millionen Euro durchaus zufrieden. Die Bilanzsumme kletterte um 11,8 auf rund 273,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 4,5 Prozent. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf gut 313 000 Euro. Der Jahresüberschuss beträgt fast 580 000 Euro. In Übereinstimmung mit Vorstand und Aufsichtsrat hat die Versammlung beschlossen, dass der Großteil in die Rücklagen fließen soll. Die Dividende für die Mitglieder beläuft sich auf vier Prozent.
Nach der Vorstellung des umfangreichen Zahlenwerks lenkt der Vorstand den Blick in die Zukunft. Bei unverändert hartem Wettbewerb im Kundengeschäft sieht sich das Haus mit seinem genossenschaftlichen Geschäftsmodell gut aufgestellt: "Wir erwarten für das laufende und das darauf folgende Geschäftsjahr ein moderates Wachstum mit zufriedenstellender Ertragslage."
Um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein, strebt die Volksbank Diepholz-Barnstorf eG eine Fusion mit der Volksbank eG, Sulingen zum 01. Januar 2018 an. Ihre Pläne hatten die Verantwortlichen bereits im April dieses Jahres öffentlich mitgeteilt. Am Montagabend gab es dazu einen aktuellen Sachstand. Gemeinsam mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat Ende 2016 in gemeinsamen Sitzungen die aktuelle Lage analysiert. Grund hierfür waren die aktuellen Entwicklungen in der Bankenlandschaft, die langfristige Entwicklung der Erträge und des Eigenkapitals bei andauernder Niedrigzinspolitik, und die neuen Herausforderungen, die auf die Volksbank Diepholz-Barnstorf eG zukommen: Immer höhere regulatorische Anforderungen aus Berlin und Brüssel, Digitalisierung der Bankdienstleistungen und die kommende Umstellung der Bank-IT auf ein komplett neues System. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die Kriterien erarbeitet, die bei Sondierungsgesprächen von einem möglichen zukünftigten Partner unbedingt mitgetragen werden sollten. Als erster Ansprechpartner wurde die Volksbank eG, Sulingen, festgelegt. Die Mitglieder wurden auf zwei Termine am 04.10. in Barnstorf im Hotel Roshop und am 10.10.2017 in Aschen, im Landhaus Milbe hingewiesen. Hier will die Volksbank Diepholz-Barnstorf eG ihren Mitgliedern die Möglichkeit geben, den Vorständen der Volksbank Diepholz-Barnstorf eG und der Volksbank eG, Sulingen, alle Fragen zu stellen, die ihnen im Zusammenhang mit der geplanten Fusion wichtig sind. Hier werden auch weitere Einzelheiten zur Fusion bekannt gegeben. Über die Fusion soll dann am 13.11.2017 in einer außergerichtlichen Generalversammlung entschieden werden.
Satzungsgemäß aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind Herr Alfons Bertels, Herr Theo Runge und Herr Karl-Heinz Klare, wovon Herr Klare wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder wählbar ist. Herr Bertels und Herr Runge haben sich zur Wiederwahl aufgestellt und wurden ohne weitere Vorschläge in den Aufsichtsrat mehrheitlich wiedergewählt.